Diese Schnalle ist die Nachbildung eines archäologischen Fundes aus Tarpa, Ungarn, der aus dem frühen Mittelalter stammt.
Die Schnalle diente zur Befestigung eines Kaftans oder Umhangs und besteht in der Regel aus zwei Teilen - einem Haken und einer Öse -, die zusammengefügt werden, um das Kleidungsstück zu schließen. Das Design der Schnallen spiegelt oft regionale Ornamente und Symbolik wider.
- Größe: 3 x 3 cm
- Material: Messingguss
- Hergestellt in der Ukraine von Armour and Castings
Kaftane im Mittelalter: Verwendung in Ungarn und Skandinavien
Ein Kaftan ist ein langes Obergewand - ein Mantel oder ein tunikaähnlicher Mantel -, das ursprünglich aus dem Nahen Osten und Persien stammt und sich im Mittelalter in Ost- und Nordeuropa verbreitete.
In Ungarn und bei den ungarischen Stämmen: Ungarische Krieger und Eliten übernahmen oft Kostüme, die von der Steppenkultur inspiriert waren, wo lange Mäntel für Pferde (die als Varianten des Kaftans betrachtet werden können) zum Schutz vor dem Wetter und für den Komfort beim Reiten beliebt waren. Einige Quellen deuten darauf hin, dass die Ungarn Kleidungsstücke aus türkischen und Steppentraditionen übernommen und angepasst haben, die möglicherweise Kaftan-Elemente enthielten.
In Osteuropa und Skandinavien: Es gibt Belege dafür, dass ähnliche lange Mäntel - manchmal auch Kaftane genannt - im wikingischen/ostslawischen Raum getragen wurden.
In Nordeuropa konnte der Kaftan als äußere Schicht über einer Tunika getragen werden und bot Wärme, Schutz und ein glamouröses Aussehen, insbesondere in kälteren Klimazonen. Die stilistischen Anpassungen variierten: An manchen Orten war er gerade geschnitten, an anderen war er an der Hüfte geschlitzt, um einen bequemen Sitz auf dem Pferderücken zu ermöglichen oder die Bewegung zu erleichtern.