Keltische Perle, Nachbildung - Lochovice, Böhmen

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Code: HGB34

Das Motiv auf dieser keltischen Perle stammt von einem Hügel in Kočvare (Lochovice) in der Region Beroun. Weitere Exemplare wurden in der westböhmischen Ortschaft Vícenice gefunden.

  • Länge: 20 mm (+-5%)
  • Material: glänzendes undurchsichtiges Glas
  • Datierung: 600-390 v. Chr. (HaD-LtA)
  • Tschechische Herstellung

Die Perle wurde in einem Glasofen in Handarbeit hergestellt, wobei das geschmolzene Glas auf einen Metallstab gewickelt wurde - ähnlich wie bei der Herstellung von Perlen in der Hallstattzeit. ähnliche Perlen tauchen bereits in der frühen Eisenzeit auf, aber ihre Beliebtheit hielt bis ins frühe Mittelalter an.

Die keltischen Wickelperlen aus der Eisenzeit stellen eine wichtige archäologische Quelle für die Untersuchung von Technologie, Handel und Symbolik in den lateinischen Gemeinschaften dar. Es handelt sich meist um Glasperlen, die durch Aufwickeln von geschmolzenem Glas auf einen Metalldorn hergestellt werden und oft mit Prägungen, Ösen oder Wellen in kontrastierenden Farben verziert sind. Sie werden meist auf die jüngere Eisenzeit (ca. 5.-1. Jahrhundert v. Chr.) datiert. Die Funde stammen sowohl aus Siedlungen als auch aus Bestattungsplätzen, wo sie in Frauen- und Kindergräbern, seltener in Männergräbern vorkommen. Bedeutende Funde sind aus Mitteleuropa bekannt, insbesondere aus Böhmen, Mähren, Süddeutschland, Österreich und Norditalien. Die Forschung weist auf ihre Funktion als Teil von Halsketten, Armbändern oder Kleidungsapplikationen, aber auch auf ihre mögliche apotropäische und statusbezogene Bedeutung hin. Chemische Analysen des Glases belegen die Verwendung von Kalk-Natron-Glas und lassen auf entfernte Kontakte mit dem Mittelmeerraum schließen.