Duhovka - Replik einer keltischen Münze.
- Material: Zink
- Größe: 20 mm
Duhovka ist eine allgemeine Bezeichnung für eine keltische Münze – einen Stater (antike Münze und zugleich Gewichtseinheit). Die alten Kelten prägten sie vom 3. bis zum 1. Jahrhundert v. Chr. in Gallien, aber auch in Bayern und Mitteleuropa.
Als „Duhovky“ bezeichneten die Menschen sie, nachdem sie solche Münzen nach Regenfällen auf Feldern fanden, wenn das Wasser ihre Oberfläche freigespült hatte und sie in der Sonne glänzten.
Man glaubte, sie dort zu finden, wo der Regenbogen die Erde berührt.
Bei der Prägetechnik wurde eine abgewogene Menge Gold oder Silber in Vertiefungen von Münzplatten gegeben. Das Metall wurde geschmolzen, und die so entstandenen Schrötlinge wurden anschließend mithilfe von Prägestempeln zu Münzen geprägt. Münzwerkstätten befanden sich in Oppida.
Besonders erwähnenswert ist die Entdeckung des Schatzes von Podmokly am 12.7.1771 beim Dorf Podmokly in der Region Rokycany in Böhmen. Er enthielt mehrere Tausend keltische Münzen – Duhovky mit einem Gesamtgewicht von 30-40 kg. Der Schatz wurde in einem Bronzegefäß zusammen mit einem Torques gefunden. Sein Alter wird auf die Mitte des 1. Jahrhunderts v. Chr. geschätzt.
Der Schatz wurde am Hang eines örtlichen Baches gefunden und von den Einwohnern des Dorfes unter sich aufgeteilt. Als Fürst Karl Egon von Fürstenberg davon erfuhr, soll er den Büttel Růžička geschickt haben, der einen großen Teil auf wenig zimperliche Weise für den Fürsten beschaffte. Dieser ließ anschließend den Großteil des Goldes einschmelzen und zur Prägung von Dukaten verwenden.