Sheela-na-Gig-Anhänger.
Dieser bemerkenswerte Anhänger stellt die so genannte Sheela-na-Gig dar - eine kahle Frau, die ihre stark vergrößerte Vulva entblößt.
Dieser Sheela-na-Gig-Anhänger wurde nach einer Darstellung aus dem 12. Jahrhundert in einer Kirche in Kilpeck, Herefordshire, England, geschaffen.
Sheela-na-Gig-Figuren finden sich vor allem an romanischen Kirchen in Irland, aber auch in England, Frankreich und Spanien gibt es eine große Anzahl. Eine kleinere Anzahl wurde auch in Schottland und Wales sowie an anderen Orten in Europa gefunden.
Alle historischen Darstellungen von Sheela-na-Gig sind sehr ähnlich und zeigen eine nackte, haarlose Frau, die ihre Vulva der Welt preisgibt.
Der Sheela-na-Gig-Anhänger misst 1,8 × 1,7 cm.
Obwohl heidnische Ursprünge wahrscheinlich sind, stammen die Sheela-na-Gig aus dem Mittelalter, als christliche Bildhauer sie ursprünglich als Warnung an Frauen vor den Sünden der Schamlosigkeit und Leidenschaft aufstellten.
Irische Nonnen stellten Sheela-na-Gig-Statuen oft über den Eingangstüren von Klöstern oder an den Außenwänden von Kirchen auf, um das Böse, den Teufel, böse Geister und den Tod abzuwehren.
Vor allem in Irland wurden diese Steinskulpturen jedoch von den Menschen in "Glückssymbole" verwandelt. Anstatt sich ermahnt zu fühlen, wurde es üblich, beim Betreten einer Kirche Sheelas Genitalien zu berühren, um ihren Segen zu erhalten.
In der modernen Interpretation steht die Sheela-na-Gig somit in erster Linie für weibliche Selbstbestimmung, weibliche Stärke und Selbstvertrauen.
Die Darstellung der Vulva wird auch als Abwehrgeste gegen die Mächte des Todes verstanden - eine Position des Lebens gegen den Tod, denn in der keltischen Mythologie steht die Macht der Erdgöttin sowohl für Leben als auch für Tod.