Diese detailgetreue Nachbildung eines keltischen Rings zeigt ein stilisiertes antikes Gesicht und wurde nach einem historischen Vorbild aus der lateinischen Periode des 4. Jahrhunderts v. Chr. angefertigt.
Der lateinische Originalring wurde vollständig aus Gold gefertigt und befindet sich heute in den Sammlungen des Metropolitan Museum of Art in New York.
Der keltische Ring ist 2,5 cm breit. Der Ring aus der lateinischen Zeit ist unten nicht geschlossen - die Enden verlaufen parallel und überlappen sich um etwa 1,5 cm. Dadurch lässt sich der Durchmesser leicht um mehrere Größen verkleinern oder vergrößern.
Ringe aus der lateinischen Zeit sind selten und wurden meist aus Bronze gefertigt, aber in der frühen Keltenzeit gab es auch Luxusringe aus reinem Gold. Bereits in der Hallstattzeit schufen die Kelten Ringe mit symmetrischen geometrischen Mustern, die mit Dreiecken, Kreisen und Rauten verziert waren. Unter dem Einfluss der griechischen und etruskischen Kunst kamen Ende des 6. Jahrhunderts v. Chr. mediterrane Ornamente und Motive auch in der keltischen Laterankultur auf.
Zunächst dominierten naturalistische Motive wie menschliche Gesichter, Tiere und Darstellungen von Palmen- und Akanthusblättern die Kunst. In der späten spätlateinischen Periode traten skulpturale Knotenornamente auf, die sich allmählich zu einem komplexen Geflecht aus Spiralen und verschlungenen Schleifen entwickelten.