Der historische Vorgänger dieses phallusförmigen Anhängers stammt aus dem 1. bis 2. Jahrhundert n. Chr. und ist heute im Spanischen Nationalmuseum für Kunst in Mérida ausgestellt.
Die Hand auf diesem Fascino zeigt deutlich die sogenannte Mano Fica-Geste - eine geballte Faust mit dem Daumen zwischen Zeige- und Mittelfinger, die den bösen Blick, Unglück und Dämonen abwehren sollte. Der Daumen ist hier als Phallus zu sehen, während die Finger eine stilisierte Vulva symbolisieren.
Phallus-Anhänger wurden von den Römern in verschiedenen Formen zum Schutz vor dem Bösen, insbesondere dem bösen Blick, verwendet.
Viele dieser Anhänger wurden an Orten gefunden, an denen die römische Armee präsent war. Fascinum wurde daher häufig von römischen Soldaten als Glücksbringer getragen, wahrscheinlich um sie vor Verletzungen im Kampf zu schützen.
In der Antike dienten römische Phallusanhänger (Fascinum) als Schutzamulette zur Abwehr des bösen Blicks (invidia), indem sie Fruchtbarkeit, Kraft und Wohlstand symbolisierten und so böse Kräfte abwehrten.
Sie schützten den Träger vor dem bösen Blick, dienten als Mittel zur Abwehr von Neid und schädlichen Blicken, die Krankheit oder Unglück bringen konnten, und sollten auch Fruchtbarkeit, männliche Stärke, Reichtum und allgemeinen Wohlstand bringen.
Im alten Rom wurden phallische Anhänger in verschiedenen Formen (oft geflügelt, mit anderen Symbolen oder mit der Darstellung der Geste mano fica) aus Bronze, Silber und Elfenbein hergestellt, die das römische Verständnis von Sexualität als wichtiger Lebenskraft widerspiegelten.
Im Gegensatz zu modernen Vorstellungen hatten diese Anhänger in der römischen Kultur keine obszöne, sondern vielmehr eine positive und schützende Bedeutung . Sie wurden von Soldaten, Kindern und sogar Pferden getragen.
- Material: Bronze
- Abmessungen: 3,5 × 1,8 cm