GULDGUBBE - Bronze-Anhänger

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Code: BHR35

Bronzereplik eines Guldgubbe-Anhängers aus der Eisenzeit, Bornholm, Schweden, ca. 6. Jahrhundert n. Chr.

Guldgubber sind ein bis zwei Zentimeter hohe Figuren aus dünnem Goldblech, die ausschließlich aus Skandinavien bekannt sind und in der germanischen Eisenzeit sehr verbreitet waren. Die meisten Guldgubber wurden auf der dänischen Insel Bornholm gefunden. Allein am Fundort „Sorte Muld“ bei Svaneke wurden rund 2 500 dieser Goldbleche entdeckt.

Man unterscheidet drei Hauptmotive: Mann, Frau, sich küssende Paare und Tiere. Es könnte sich um Votivgaben oder rituelle Zahlungsmittel gehandelt haben. In Einzelfällen sind die Goldbleche zum Annähen durchlocht, manche Guldgubber besitzen sogar Ösen. Die ersten Goldfiguren entstanden in der germanischen Eisenzeit um das Jahr 375 und blieben bis in die Wikingerzeit in Gebrauch; ihre Blütezeit erreichten die Guldgubber in der Völkerwanderungszeit zwischen 550 und 800 n. Chr.

  • Material: Bronze