Brettchengewebter Gürtel, 250 cm

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Code: DTB6587

Handgewebter brettchengewebter Gürtel aus Wolle, hergestellt mit der traditionellen Technik der Brettchenweberei. Der Gürtel ist ca. 2 cm breit und 250 cm lang.

Brettchengewebte Bänder wurden sowohl als praktische als auch als dekorative Bestandteile der Kleidung verwendet. Sie dienten zum Einfassen und Verzieren von Kleidungsstücken, als Gürtel, Tragebänder und Riemen, zur Befestigung verschiedener Ausrüstungsteile oder zum Binden von Haaren und Wadenwickeln. Dank ihrer festen Struktur eigneten sie sich überall dort, wo Strapazierfähigkeit, Flexibilität und dekoratives Aussehen miteinander kombiniert werden sollten.

  • Material: Wolle

  • Breite: ca. 2 cm

  • Länge: 250 cm

  • Technik: handgewebte Brettchenweberei

  • Der angegebene Preis gilt für 250 cm

Geschichte der Brettchenweberei

Die Brettchenweberei gehört zu den sehr alten Textiltechniken. Ihr Prinzip war bereits in der Antike bekannt, und archäologische Funde belegen die Verwendung brettchengewebter Bänder auch in der Eisenzeit, der Römerzeit, der Völkerwanderungszeit, der Wikingerzeit und im Mittelalter. Besonders gut sind solche Bänder in Nord- und Mitteleuropa belegt.

Textilien sind für Archäologen ein schwer zu erhaltendes Fundmaterial, da sich organische Fasern im Boden meist schnell zersetzen. Dennoch haben sich Fragmente brettchengewebter Textilien erhalten, beispielsweise in Gräbern, wo sie mit Metallgegenständen in Kontakt standen, oder in Umgebungen mit besonders günstigen Bedingungen für die Erhaltung organischer Materialien.

In der Wikingerzeit waren brettchengewebte Bänder ein verbreiteter Bestandteil der Textilherstellung. Sie konnten als dekorative Einfassungen von Kleidungsstücken, als Gürtel oder für verschiedene Befestigungszwecke verwendet werden. Aufwendigere Bänder konnten mehrfarbig sein und komplexe geometrische Muster aufweisen.

Wie funktioniert die Brettchenweberei?

Der Name dieser Technik leitet sich von kleinen Webbrettchen ab, die meist quadratisch sind und Löcher in den Ecken besitzen. Durch diese Löcher werden die Kettfäden geführt. Durch das Vorwärts- oder Rückwärtsdrehen der Brettchen werden die Fäden miteinander verdrillt und es entsteht ein Fach, durch das der Schussfaden geführt wird.

Durch die Veränderung der Drehrichtung der Brettchen, der Reihenfolge der farbigen Fäden und der Art ihrer Einfädelung lassen sich zahlreiche geometrische Muster erzeugen – Streifen, Pfeile, Rauten, Zickzacklinien und wesentlich komplexere Motive.

Das Ergebnis ist ein charakteristisches festes und strapazierfähiges Band, das deutlich schmaler als gewöhnlicher Webstoff ist. Gerade die Kombination aus Festigkeit und der Möglichkeit, dekorative Muster zu erzeugen, erklärt, warum diese Technik über viele Jahrhunderte hinweg in zahlreichen Kulturen verwendet wurde.

Heute wird die Brettchenweberei unter anderem für historische Rekonstruktionen, Reenactment, Living History und die Herstellung historischer Kostüme verwendet. Durch die Handarbeit können einzelne Stücke geringfügige Unterschiede aufweisen, die ein natürlicher Bestandteil traditioneller Textilherstellung sind.