Dieser türkische Kilij besitzt eine Klinge aus 1065er Kohlenstoffstahl und zeichnet sich durch die traditionelle T-Profil-Geometrie des Klingenrückens aus. Diese Form verstärkt den Rücken, erhöht die Steifigkeit und reduziert gleichzeitig das Gesamtgewicht. Zum Ende hin verbreitert sich das T-Profil zum sogenannten Yalman, was die Schnittkraft im breiten Teil der Klinge deutlich erhöht.
Parierstange und Griffbeschläge bestehen aus Messing, während der Griff aus sorgfältig gearbeitetem und poliertem Holz gefertigt ist. Eine vorgebohrte Öffnung ermöglicht das Anbringen einer Troddel oder eines Säbelriemens. Die Klinge ist fest in die hölzernen Griffhälften vernietet, was eine sehr stabile Konstruktion gewährleistet.
Die Scheide ist handgefertigt aus Holz, mit schwarzem Leder überzogen und mit Messingbeschlägen und Trageringen versehen.
Der Kilij stammt von den turko-mongolischen Säbeln ab, die von den Reitern der Steppen und des Kaukasus verwendet wurden. Durch Handel und Krieg verbreitete sich der türkische Typ dieser Waffe auch nach Persien und Arabien.
Gegen Ende des 15. Jahrhunderts entwickelte sich der Kilij zu einem eindeutig türkischen Säbeltyp.
Dieser Säbeltyp wurde vor allem von den Janitscharen des Osmanischen Reiches verwendet.
-
Gesamtlänge: 83,2 cm
-
Klingenlänge: 67,6 cm
-
Grifflänge: 9,8 cm
-
Gewicht: 1,09 kg
-
Klingenbreite: 38,2 – 38,6 mm
-
Klingenstärke: 7,1 – 3,8 mm
-
Schwerpunkt (PoB): 15,6 cm von der Parierstange
-
Klingenmaterial: 1065 Kohlenstoffstahl
-
Knauf: integriert
-
Schneide: stumpf (optional geschärft)
-
Typ: Kilij