Topfhelm 13. Jahrhundert, mittelalterlicher Helm aus 1,5 mm Stahl
Dieser handgefertigte Topfhelm aus einer tschechischen Plattnerwerkstatt orientiert sich an den geschlossenen Helmen europäischer Schwerbewaffneter des 13. Jahrhunderts. Die typische flache Helmkrone, die geschlossenen Seiten und die schmalen Sehschlitze verleihen ihm die charakteristische Form der ritterlichen Ausrüstung zur Zeit der Kreuzzüge.
Der Helm besteht aus 1,5 mm starkem Stahlblech. Durch die Handarbeit unterscheiden sich die einzelnen Stücke geringfügig in Form und Oberfläche. Solide Handwerksarbeit und hochwertige Verarbeitung für den Schaukampf.
- Material: Stahlblech, Stärke 1,5 mm
- Größen nach Kopfumfang: 57–59 cm oder 60–63 cm
- Herstellung: Handarbeit in einer tschechischen Plattnerwerkstatt
Geschichte des Topfhelms
Der Topfhelm entstand durch die schrittweise Erweiterung des Schutzes für Gesicht, Kopfseiten und Hinterkopf. Sein Vorläufer war ein Helm mit festem Gesichtsschutz, der das Gesicht mit einer Blechplatte schützte, den Hinterkopf jedoch noch nicht vollständig umschloss. Die ersten vollständig geschlossenen Formen erscheinen bereits gegen Ende des 12. Jahrhunderts. Ein frühes Beispiel zeigt auch das Siegel von Richard Löwenherz.
In der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts wurden ältere und neuere Bauformen nebeneinander verwendet. Um die Mitte des Jahrhunderts setzte sich der Topfhelm in der Ausrüstung europäischer Schwerbewaffneter zunehmend durch. Seine geschlossene Form schützte den gesamten Kopf. Schmale Sehschlitze ermöglichten die Sicht, während Öffnungen in der Vorderseite der Belüftung dienten.
Konstruktion und ritterlicher Schmuck
Historische Helme wurden aus mehreren miteinander vernieteten Blechen zusammengesetzt. Die Vorderseite konnte durch Metallbänder verstärkt werden, die teilweise kreuzförmig angeordnet waren. Die Oberfläche blieb nicht immer metallfarben: Auch farbige Anstriche und heraldische Motive waren gebräuchlich.
Da der geschlossene Helm das Gesicht verbarg, gewannen die Zeichen auf Schild, Waffenrock und Helm für die Erkennung eines Kämpfers an Bedeutung. Auf der Helmkrone wurden Helmziere angebracht, etwa Hörner, Flügel oder Tierfiguren. In den böhmischen Ländern sind solche Verzierungen bereits um die Mitte des 13. Jahrhunderts auf Adelssiegeln belegt.
Um die Wende vom 13. zum 14. Jahrhundert entwickelten sich aus den Topfhelmen größere Kübelhelme mit stärker gerundeter Helmkrone.