REITSCHILD 1350-1420

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Code: LHS414

Hölzerner mittelalterlicher Schild – eine sogenannte Reitertartsche mit Aussparung für die Lanze.

Die dreieckige Form des Schildes schwer gerüsteter Reiter, die im 13. Jahrhundert und in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts nur mit geringen Veränderungen verwendet wurde, begann sich nach etwa 1350 zu wandeln. In den folgenden Jahrzehnten wurden die Ecken des Schildes zunehmend abgerundet und es entstand eine Aussparung zum Einlegen der Reiterlanze beim Angriff. Dieser Reiterschild, im Tschechischen „tarče“ genannt (vom deutschen „Tartsche“), sollte vor allem Schutz vor Pfeiltreffern oder der Reiterlanze eines Gegners bieten und war weniger für den Fechtkampf im Sattel oder zu Fuß in Kombination mit einer einhändigen Waffe vorgesehen. Er wurde sowohl im Kampf als auch bei Turnierdisziplinen mit der Lanze – dem sogenannten Tjost – verwendet. Diesen Schildtyp nutzten schwer und mittelschwer gerüstete Reiter in Europa von der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts bis ungefähr zum ersten Jahrzehnt des 16. Jahrhunderts. Die Form veränderte sich in dieser Zeit je nach Bedarf und Mode fortlaufend – von der ursprünglichen Wölbung zum Träger hin bis zur konkaven Wölbung in die entgegengesetzte Richtung sowie zu verschiedenen Varianten der Durchbrechung und Oberflächenverzierung.

Das Material ist sehr leichtes gebogenes Birkensperrholz mit einer Stärke von 5mm. 

  • Maße: 43 x 70 cm
  • Bezug: Leinen
  • Lederriemen