REITERSCHILD, mittelalterlicher Schild, Rosenberger

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Code: LHS987

Bemalter hölzerner mittelalterlicher Schild – eine sogenannte Reitertartsche mit Aussparung für die Lanze.

Die dreieckige Form des Schildes schwer gerüsteter Reiter, die im 13. Jahrhundert und in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts nur mit geringen Veränderungen verwendet wurde, begann sich nach ca. 1350 zu wandeln. In den folgenden Jahrzehnten wurden die Ecken des Schildes allmählich abgerundet und es entstand eine Aussparung zum Einlegen der Reiterlanze beim Angriff. Dieser Reiterschild, im Tschechischen „tarče“ genannt (vom deutschen „Tartsche“), sollte in erster Linie Schutz vor Pfeiltreffern oder der Lanze eines gegnerischen Reiters bieten; für den Schwertkampf im Sattel oder zu Fuß in Verbindung mit einer Einhandwaffe war er weniger gedacht. Er wurde sowohl im Kampf als auch bei Turnierdisziplinen mit der Lanze – dem sogenannten Tjost – eingesetzt. Dieser Schildtyp wurde von schwer und mittelschwer gerüsteten Reitern in Europa von der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts bis etwa in das erste Jahrzehnt des 16. Jahrhunderts verwendet. Seine Form änderte sich in dieser Zeit fortlaufend je nach Bedarf und Mode – von einer zum Träger hin gebogenen Form bis zu einer konkaven Wölbung in die entgegengesetzte Richtung sowie verschiedenen Varianten von Durchbrüchen und Oberflächenverzierungen.

Das Material ist sehr leichtes, gebogenes Birkensperrholz mit einer Stärke von 5mm. 

  • Maße 43 x 70 cm
  • Bezug: Leinen
  • Lederriemen