Pintelin, mittelalterliche Pilgerfibel, Bronze

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Code: BHJ8857

Mittelalterlicher Pilgerstempel, der einen Penis und eine Vulva mit der Inschrift "Pintelin" darstellt

Dieser ungewöhnliche mittelalterliche Pilgerstempel basiert auf einem Fund aus den Niederlanden aus der Zeit von 1400-1450 n. Chr. und zeigt ein so genanntes Phallustier mit einer sich bewegenden Glocke vor einer offenen Vulva.

Die Inschrift "Pintelin" ist vermutlich in altniederländischer Sprache und bedeutet wahrscheinlich so viel wie "kleiner Zapfen".

Der ursprüngliche Pilgerstempel war aus Zinn und befindet sich heute in der Sammlung Langbroek, Van Breuningen.

Im Hochmittelalter verbreiteten sich Pilgerabzeichen mit obszönen oder erotisch plumpen Motiven vor allem in den Niederlanden, wurden aber auch in Belgien und England gefunden. Sie dienten wahrscheinlich der Unterhaltung, vor allem während der Karnevalszeit.

  • Material: Bronze

Das erotische Pilgerabzeichen ist 3,3 × 3,5 cm groß und hat auf der Rückseite einen festen Dorn zur Befestigung an der Kleidung.

Aus dem Spätmittelalter sind zahlreiche humoristische Darstellungen von Penis und Vulva bekannt. Diese Motive bilden eine Untergruppe der so genannten profanen Stempel, zu denen beispielsweise obszöne Darstellungen von Phallusbäumen, penisförmigen Schiffen und vor allem das so genannte Phallustier gehören - ein halbmenschlicher Penis, der mit Beinen, manchmal auch mit Flügeln, einer Krone oder einer Glocke ausgestattet ist.

Wahrscheinlich wollte man im Mittelalter mit diesen kruden erotischen Zeichen die Sexualität verspotten oder herabsetzen und sie als Kommunikationsmittel im Rahmen der sexuellen Initiation nutzen - vor allem im Hinblick auf die lockeren Sitten der Fastnachtszeit.