Mittelalterlicher Bergmann - Berggeist, Anhänger, Bronze
Ein stilisierter mittelalterlicher Bergmann oder Berggeist mit einer Grubenlampe und Bergbauausrüstung.
- Größe: 2,1 x 4 cm
- Material: Bronze
Gegossen nach der ursprünglichen historischen Methode des Wachsausschmelzverfahrens. Die Autorin des Designs ist die südböhmische Künstlerin Kati.
Permonik (auf Tschechisch) war eine mythische Kreatur, die mit dem Bergbau in der tschechischen und deutschen mittelalterlichen Umgebung verbunden war. Es handelte sich um einen kleinen Zwerg oder einen Geist der Minen, der in tiefen Stollen und unterirdischen Gängen lebte. In der tschechischen Tradition galt der Permonik als Beschützer der Bergleute. Er warnte durch Klopfen an den Stollenwänden vor Unglück oder half sogar bei der Erzgewinnung. Zeigten die Bergleute jedoch nicht genügend Respekt oder verletzten Bergbautraditionen, konnte er sich in einen bösartigen Geist verwandeln und Unglück bringen.
In der deutschen Tradition waren sie als Bergmännlein oder Kobolde bekannt und erfüllten eine ähnliche Rolle. Sie wurden als gute Geister der Minen verehrt, aber gleichzeitig auch gefürchtet, da sie bösartig sein konnten. Die Tradition der Bergbau-Zwerge wurde insbesondere im Erzgebirge bewahrt, wo der Bergbau über Jahrhunderte hinweg florierte.
Permoniks tauchen bis heute in tschechischem Volksglauben und lokalen Legenden auf, beispielsweise in Příbram oder Jáchymov.
Der Erzbergbau hat in Mitteleuropa eine lange Tradition, und die Silberminen von Kutná Hora (Kuttenberg) waren die reichsten in Europa. Wir verneigen uns mit großem Respekt vor der Kunst der Bergleute, aber auch vor Pionieren wie Georgius Agricola (1494–1555). Er war ein deutscher Gelehrter, Arzt und vor allem ein bedeutender Mineraloge und der „Vater“ der modernen Montanwissenschaft (der Wissenschaft vom Bergbau und Hüttenwesen).
Er ist besonders für sein Werk De re metallica (1556) bekannt, eine umfassende Enzyklopädie über Bergbau, Mineralogie und Metallurgie. Dieses Buch beschrieb detailliert die Bergbautechniken, die Erzverarbeitung und die Organisation der Bergbauarbeit. Mit seinen reichen Illustrationen wurde es zu einer der wichtigsten Quellen für das Studium des mittelalterlichen Bergbaus.