Gute Ernte, mittelalterliches Pilgerabzeichen

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Code: AAC101

Ungezogenes Abzeichen, Niederlande, 1400-1450.
Zeigt eine Frau mit einer Gartenschubkarre, die eine Ernte von drei Falken trägt. Gleichzeitig geht sie auf einem riesigen Penis auf Beinen, der als Gehweg dient - eine Anspielung auf weibliche Lust und Begehren. Die Szene ist wahrscheinlich metaphorisch und ironisch gemeint, nicht wörtlich.

Diese unkeuschen Abzeichen stören die gängigen Vorstellungen von mittelalterlicher Keuschheit und die Angst vor dem "sündigen Fleisch". Doch auch in der sakralen Kunst - selbst in Kirchen - finden sich Motive expliziter Sexualität. Abzeichen mit erotisch-satirischen Darstellungen waren beliebt und weit verbreitet.

Eine Hypothese besagt, dass die Motive von Phallus und Vulva eine Schutzfunktion hatten - sie sollten böse Kräfte, Verhexung und andere Bedrohungen abwehren. Sie waren keine Objekte der Anbetung, sondern amulettartige Symbole, die mit Fruchtbarkeit, Glück und Wohlstand assoziiert wurden. Im Mittelalter hielt sich noch die alte Vorstellung, dass der Phallus vor dem Bösen schütze und Glück bringe (z. B. galt der erhobene Mittelfinger als Schutzzeichen).

Im 14. und 15. Jahrhundert waren Genitalien häufig auf kleinen Metallplaketten zu sehen, die Archäologen heute zu Hunderten in den Niederlanden, Nordfrankreich und England finden.

Basierend auf dem Buch "Sieraad en devotie in middeleeuws Vlaanderen" von Jose Kolderweij.
Gegossen in Messing. Abmessungen: 57 × 50 mm.

  • Hergestellt in der Ukraine von Armour and Castings
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