Diese detailgetreue Nachbildung einer so genannten stark profilierten germanischen Fibel stammt aus dem Römischen Reich, 1. bis 2.
Fibeln des stark profilierten Typs waren in der Römischen Kaiserzeit vor allem in den ostgermanischen Provinzen des Römischen Reiches und im Freien Germanien verbreitet.
Solche Fibeln waren Teil der römisch-germanischen Frauenkleidung und wurden auf den Schultern getragen, um das Schößchen zu befestigen.
Diese authentische Nachbildung einer Fibel ergänzt perfekt die germanische Tracht in römischen Rekonstruktionen.
Maße der germanischen Fibel: 3,5 x 1,5 x 1,5 cm.
Die stark profilierte Fibel ist eine Art Kreuzfibel und zeichnet sich durch einen relativ kurzen, stark gewölbten Kopf aus, unter dem sich in der Regel eine Trägerplatte befindet, die die Spiralschnecke hält. Sie ist in der Regel zwischen 4 und 7 cm groß. Bei späteren Formen stark profilierter Fibeln kann die Trägerplatte der Spiralschnecke vollständig bedeckt sein.
Während der Römerzeit war dieser FiGürtelyp im ostgermanischen Raum, aber auch in Norddeutschland, Norditalien und den Ostalpen sowie in den Donauprovinzen weit verbreitet.
Bei den westgermanischen Stämmen im niederelbischen Raum waren stark profilierte Fibeln ohne Trägerplatte besonders verbreitet, die oft mit Perlendraht verziert waren. In Südskandinavien hingegen waren zu dieser Zeit eher gürtelförmige Fibeln beliebt. Der Typus der stark profilierten Fibel ist sehr alt und wird in Österreich noch im 4. Jahrhundert gefunden.