Flötenspieler, mittelalterliches Pilgerabzeichen

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Code: AAC166

Mittelalterliches Abzeichen - Frau auf dem Schoß eines Flöte spielenden Mannes
Niederlande, 14. bis 15. Jahrhundert
Messing gegossen. Abmessungen: 25 × 40 mm

Dieses hocherotische und satirische Abzeichen zeigt eine Frau, die auf dem Schoß eines Mannes sitzt und eine lange, längliche Flöte spielt. Einem modernen Betrachter mag die Szene fast lyrisch erscheinen, doch im mittelalterlichen Kontext war sie ein offenkundiges und provokantes Symbol für Sinnlichkeit und fleischliches Verlangen.

Die Tatsache, dass die Flöte von einer Frau gespielt wurde, galt in der mittelalterlichen visuellen Kultur als klarer Hinweis auf den Handel mit dem Körper und nicht nur auf ein verliebtes Paar. Es ist daher sehr wahrscheinlich, dass es sich um eine Szene aus einem Bordell, dem so genanntenFreudenhaus, handelt, in dem neben sexuellen Dienstleistungen auch Unterhaltung, Musik und Trinken stattfanden.

Abzeichen dieser Art waren im Spätmittelalter ein gängiger Bestandteil der weltlichen Kultur, insbesondere im städtischen Umfeld Flanderns und der Niederlande. Sie dienten als humoristische oder satirische Artefakte und wurden häufig bei Festen, Karneval oder Zunftveranstaltungen getragen. Trotz ihres provokativen Charakters hatten sie auch eine soziale Funktion, indem sie die Moral der Zeit kommentierten, sich über Heuchelei lustig machten und weltliche Vergnügungen feierten.

Basierend auf dem Buch 'Sieraad en devotie in middeleeuws Vlaanderen' von Jose Kolderweij.
Messingguss. Abmessungen: 25 × 40 mm.

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